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Wie wir Seife herstellen?
Mit viel Freude an der Sache!
Aus chemischer
Sicht ist eine Seife nichts anderes, als ein Salz, das bei der Reaktion einer
Lauge (meistens Natronlauge - NaOH) mit Fetten entsteht. Dieser Prozess wird
Verseifung genannt. Dabei entsteht aus den Oelen Seife und Glycerin.
Es gibt zwei Methoden: das Kaltverfahren und das Heissverfahren.
Wir wenden im Allgemeinen das Kaltverfahren an, wo Lauge und Fette handwarm
zusammengemischt werden. Diese Seifen brauchen nach dem eigentlichen Herstellungsprozess
noch einige Wochen Zeit um "nachzureifen". D.h. sie werden mit der Zeit noch
milder und angenehmer. Normale Seifen muessen mindestens 4 Wochen reifen
und Milchseifen sogar das Doppelte.
Das Heissverfahren wenden wir nur ausnahmsweise an, z.B. wenn wir schnell
eine neue Seife benoetigen. Bei diesem Herstellungsverfahren kann die Seife
schon nach ein paar Tagen verwendet werden.
Die Menge an Lauge, die benoetigt wird, wird vorher genau berechnet. Meistens
berechne ich die Seifen so, dass nicht alle Oele verseift werden, sondern
noch 6 - 10 % (je nach Seifentyp) frei in der Seife bleiben, um die Haut
noch extra zu pflegen.
An dieser Stelle muss ich darauf hinweisen, dass Seifensieden zwar ein schoenes
Hobby ist, aber der Umgang mit der schwer aetzenden Lauge Vorsichtsmassnahmen
(Schutzbrille, Schutzkleidung) und etwas Erfahrung erfordert . Kinder und
Tiere unbedingt fernhalten!
p.s. Meine Kinder sind schon gross genug, um die Gefahren zu kennen und helfen
mir nur bei den ungefaehrlichen Taetigkeiten (z.B. Fette und Oele auswiegen
und schmelzen)
Fangen wir an:
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1. Feste Fette abwiegen
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Hier sind die Fette
im Topf
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2. Abwiegen der Oele
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Das hier ist Rapsoel
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3. Schmelzen der festen Fette
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Ab und zu umruehren....
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.....bis alles
geschmolzen ist
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4. Natronlauge abwiegen
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Die Menge der Natronlauge wird mit dem Seifenrechner (Computerprogramm)
berechnet. Jedes Oel hat eine andere Verseifungszahl. Unterschiedliche Mischungen
verlangen unterschiedlich viel Natronlauge.
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5. Die Natronlauge wird dem vorher bereitgestellten Wasser
zugegeben (niemals umgekehrt!)
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Die Lauge wird zuerst sehr heiss. Jetzt
muessen wir warten, bis sie mindestens auf 38 Grad abkuehlt
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6. Inzwischen geben wir die Oele zu den geschmolzenen Fetten
und warten auch hier, bis sich alles abkuehlt.
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7. Jetzt kommt die Lauge zu den fluessigen Oelen
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8. Nun wird geruehrt, bis die Masse andickt
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Am Ende des Prozesses ist
Rohseife entstanden. Nun koennen wir die Seife faerben und Kraeuter
oder andere Zusatzstoffe zugeben. Danach kommt die Seife in eine Form
und benoetigt 24 Stunden um fertig zu werden. Dann wird sie ausgeformt
und geschnitten
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| Impressum: Dr.Annelie Gareis, Las Buganvillas
3, Tumbaco, Quito, Ecuador |
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